Mein Eindruck zur VMworld Europe 2015

Tikiri Wanduragala

30/10/2015

Tikiri Wanduragala, Lenovos EMEA x86 Server Systems Snr. Consultant, schreibt für Think Progress über die VMworld Europe 2015.

Wieder einmal ist die VMworld Europe erfolgreich über die Bühne gegangen. In diesem Jahr zog die Veranstaltung in Barcelona 10.000 Besucher an. Was für ein Unterschied zur ersten VMworld Europe vor vielen Jahren, als VMware seinen ESX Hypervisor vorstellte. Daran erkennt man, wie lange das schon her ist! Das Event erlebte in den letzten Jahren ein enormes Wachstum und hat nun ein Ausmaß erreicht, das schlichtweg atemberaubend ist.

Bevor wir uns mit den eigentlichen Themen der Show befassen, hier noch die sensationelle Nachricht, die am Anfang der Woche bekannt gegeben wurde: Dell kauft EMC auf; dieses Unternehmen hat, wie Sie sicher wissen, einen Mehrheitsanteil an VMware.

Zu dem Zeitpunkt konnten die meisten noch nicht ganz nachvollziehen, was dieser Deal für sie bedeuten würde, doch der ein oder andere begann sich schon Gedanken zu machen. Die meisten IT-Leute, mit denen ich gesprochen habe, sagten, sie hätten schon genug Probleme und könnten sich darüber nicht auch noch den Kopf zerbrechen!

Gut, nun also zur Show. Das vorherrschende Technologie-Thema war das „softwaredefinierte“ Konzept, sei es als Datencenter oder als Hyper-Konvergenz. Das war ein wichtiges Gesprächsthema unter Kunden und Lieferanten. Allgemein ist man sich bewusst, dass es noch in den Kinderschuhen steckt, trotzdem steht die Frage nach der Positionierung im Raum, um diese Technologie bestmöglich für sich ausnutzen zu können.

Die vielen Kundenmeetings brachten vor allem eine Frage auf: Was müssen wir tun, um dabei nicht abgehängt zu werden? Meine Präsentation berührte genau diesen Punkt. Es ging um den Businessvorteil des softwaredefinierten Konzepts. Ich zeigte vor allem, dass es in der Welt von HyperKonvergenz/softwaredefiniert wichtig ist, Silos aufzubrechen.

Unternehmen hatten traditionellerweise Silos für Speicher, Server, Netzwerke sowie die Software-Stacks. Wenn man sich in diese softwaredefinierte Welt begibt, sieht man, wie sich die Virtualisierung durch diese verschiedenen Bereiche zieht, durch alle Silos hindurch. Deshalb müssen diese Silos aufgebrochen werden, andernfalls werden sich die Vorteile von softwaredefiniert nicht offenbaren.

In dieser neuen Geschäftswelt müssen wir uns der zugrundliegenden Infrastruktur also anders annähern. Auf ihnen liegt eine enorme Last – Server, Speicher, Netzwerke. Viele Kunden, mit denen ich auf der VMworld Europe gesprochen habe, zeigten sich an unserer Hardware interessiert, obwohl die Messe sich im Wesentlichen auf Software konzentrierte. Die Besucher am Stand von Lenovo fragten nach Zuverlässigkeit, großer Speicherkapazität, dem Management dieser Geräte … Dinge, die man benötigt, um softwaredefiniert zu sein.

Das Management spielte in einigen der Präsentationen, die ich gesehen habe, eine große Rolle. Lenovos XClarity Lösung rief großes Interesse hervor. Damit wird die Hardware gemanagt, und anschließend werden die Informationen an andere Managementschichten weitergeleitet. Je höher oben Sie in der Managementkette sind, desto effizientere Entscheidungen können Sie treffen. Es geht hier einfach darum, das Management nicht mehr nur reaktiv, sondern proaktiv zu machen. Damit ändert sich alles: Sie managen Ressourcen, statt nur auf Probleme zu reagieren.

Ich hoffe, dass Sie bereits Gelegenheit hatten, sich unser Video von der Show anzusehen. Ganz ehrlich: Das Team hat damit einen super Job gemacht, vielen Dank! Sie hatten die Produktion fest im Griff, fanden interessante Dinge zum Filmen und sorgten dafür, dass man meine Stimme trotz der lauten Geräuschkulisse gut hören kann. Solche Veranstaltungen sind ganz schön laut!

Es liegt im Wesen solcher Videos, dass sie sich nur schlecht vorausplanen lassen, denn man weiß vorher nie genau, was oder wer interessant genug für ein Video oder Interview sein wird. Also, ich kann das Team nicht hoch genug loben für diese tolle Arbeit! Lenovo möchte in Zukunft noch mehr solche Videos bei Events produzieren.

Apropos Zukunft. Nach solchen Großveranstaltungen ist es immer eine gute Zeit, um nach vorn zu blicken. Was wird es nächstes Jahr auf der VMworld Europe geben? Ich denke, dann wird die softwaredefinierte Sache bereits besser etabliert sein. Und wir werden wahrscheinlich mehr reale Beispiele dazu sehen und nicht mehr nur darüber sprechen, wie Unternehmen davon profitieren könnten.

Ich glaube auch, dass wir weniger Namen sehen werden. Relativ neue Branchen wie Software-Defined zeichnen sich durch viele Fusionen, Akquisen und Zusammenlegungen aus, deshalb werden wir nächstes Jahr wohl weniger, dafür aber größere Unternehmen sehen.

Mein nächstes Ziel ist Deutschland, wo wir Mini-Events, die sogenannten „Study Tours“, präsentieren werden. Dabei kommen wir mit einer kleinen Gruppe von Kunden zusammen, etwa 20 an der Zahl, sprechen über deren Anforderungen und stellen unsere Produktpläne vor. Wir laden auch einige unserer Partner ein, zum Beispiel Softwareanbieter, die den Kunden ein noch besseres Bild davon vermitteln können, wie genau wir ihnen helfen können.

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