Generation Z – die Kids, die mehr wissen als Sie selbst

Egal ob Videobearbeitung oder Website-Programmierung, die Technologietrends, die für uns völliges Neuland sind, werden für Kids in wenigen Jahren bereits selbstverständlich sein. Wie sieht also die technologische Landschaft für die nächste Generation aus?

Im vergangenen September wurde der neue Informatiklehrplan eingeführt, und Kinder ab 5 Jahren lernen bereits die Grundlagen der Programmierung. Grundschüler lernen Algorithmen kennen, schreiben und debuggen einfache eigene Programme und verwenden Geräte, um „digitale Inhalte zu erstellen, organisieren, speichern, bearbeiten und abzurufen“.

Mit 11 Jahren sind sie bereits in der Lage, komplexere Software zu erstellen, kennen die Grundlagen von Computernetzwerken und verstehen, wie Suchergebnisse ausgewählt und bewertet werden. Die nächste Generation wird mit großer Sicherheit bereits in der Grundschule mehr technisches Know-how erlangen als ein Großteil der Erwachsenen in ihrem gesamten Leben.

Kinder in der heutigen Web 2.0-Welt sind jedoch in vielerlei Hinsicht bereits vertrauter mit digitalen Technologien als ihre Eltern. Kleinkinder können angeblich schon Smartphones oder Tablets bedienen, bevor sie ihre ersten Worte sagen.

Laut einer Studie der englischen Kommunikationsbehörde Ofcom verstehen viele Sechsjährige mehr von digitalen Technologien als ein durchschnittlicher 45-Jähriger, und die Kinder entwickeln heutzutage grundsätzlich andere Kommunikationsgewohnheiten als die älteren Generationen.

Beispielsweise geben 77 Prozent an, gute Kenntnisse über Smartphone- oder Tablet-Apps zu haben, im Gegensatz zu 55 Prozent der Erwachsenen. Ein Drittel verwendet Apps wie z. B. Snapchat (im Gegensatz zu 12 Prozent der Erwachsenen). Dies geht aus einer Befragung von 800 Personen im Alter von 6-15 Jahren hervor.

Trotz des völlig selbstverständlichen Umgangs der Kids mit digitalen Technologien brauchen sie jedoch weiterhin Unterstützung durch Erwachsene in unserer schönen neuen digitalen Welt.

Laut einer Studie von Shiang-Kwei Wang vom New York Institute of Technology, die im Journal Educational Technology Research & Developmentveröffentlicht wurde, brauchen die Digital Natives weiterhin herkömmliche Aufsicht durch Erwachsene. „Kinder im Schulalter gehen zwar selbstverständlich mit Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologien um, müssen jedoch lernen, wie sie diese Technologien zur Lösung komplexer Denkprobleme einsetzen können,“ argumentiert sie.

Während die Anzahl technisch versierter Zehnjähriger ansteigt, dürfen wir nicht vergessen, dass Wissen nicht mit Weisheit gleichzusetzen ist. Wir werden mit Sicherheit in der nahen Zukunft von unseren Kindern eine Menge zum Thema Technologie lernen. Wenn es jedoch um deren angemessene Nutzung geht, sind Erwachsene auch weiterhin unverzichtbar.

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