Warum sich Unternehmen für Touchscreens interessieren

Brid-Aine Parnell

08/07/2015

Vor nicht allzu langer Zeit galt ein funktionierender Touchscreen als sehr unwahrscheinlich und auch unnötig, doch moderne Desktop-PCs zeigen Unternehmen, dass der Touchscreen reif für die Geschäftswelt ist.

Steve Jobs sagte einmal, Touchscreens seien nichts für Apple Macs, denn sie wären „ergonomisch einfach schrecklich“.

„Touch-Bildschirme können nicht vertikal sein“, sagte er 2010 bei einer Presseveranstaltung. „Touch-Bildschirme müssen horizontal sein. Deshalb gibt es Pads.“

Entgegen seiner Vorhersage hat sich der Touchscreen bei Laptops und Desktop-PCs etabliert, vor allem dank Intels Übernahme von Touchscreens für Ultrabooks und auch durch Windows 7 und Windows 8 von Microsoft.

Ein Betriebssystem, das auf verschiedenste Berührungen reagiert, gibt Softwareherstellern die Möglichkeit, Programme zu entwickeln, die diese neuen Interaktionsmöglichkeiten optimal nutzen, sowohl für den Heimgebrauch als auch für Unternehmen.

Es scheint auf den ersten Blick nicht sehr sinnvoll zu sein, Touchscreens am Arbeitsplatz zu nutzen. Doch sie bieten erstaunlich viele Vorteile. Jüngere Mitarbeiter im Unternehmen gehen ganz intuitiv und natürlich mit Touchscreens um und es kann schon einmal vorkommen, dass sie mit dem Finger auf einem altmodischen Monitor herumtippen!

Durch Berührung lässt es sich einfacher durch Anwendungen navigieren. Mit dem Finger kann man schneller auf ein Symbol tippen, als dieses mit der Maus oder über das Touchpad anzusteuern. Wenn man nur bedenkt, wie viele verschiedene Programme tagtäglich von Arbeitern auf dem PC genutzt werden, ist dieser kleine effiziente Vorteil durchaus von hohem Wert.

Das sind nur die allgemeinen Vorteile. Geht man tiefer in spezifische Programme, kann man leicht erkennen, wie Touchscreens ganze Branchen, allen voran die Welt des Designs, reformieren könnten. Ob Sie eine Brücke, ein Gebäude oder ein neues Fahrzeugmodell entwerfen, wenn man Designs durch die Berührung mit dem Finger verändern, zoomen und 3D-Modelle ganz einfach bewegen kann, stehen dem Designprozess völlig neue Türen offen. Diese Funktion ist aktuell noch nicht präzise genug für CAD-Standards, aber bereits die Anzeige von 3D-Modellen ist schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Dieses eine Beispiel zeigt, wie Touchscreens viele Softwareprogramme visueller gestalten könnten. Dokumente oder Fotos könnten durch Verschieben auf dem Bildschirm ganz einfach geordnet und gespeichert werden. In Karten, Diagrammen und Flussdiagrammen könnte man so kinderleicht navigieren. Es bieten sich völlige neue Möglichkeiten für Arbeitsweisen an.

Touchscreens können Maus und Tastatur noch nicht vollständig ersetzen, sind aber bereits eine wertvolle Ergänzung im modernen Arbeitsalltag – insbesondere wenn man bedenkt, dass die Kosten und Größe für unternehmensspezifische Geräte wie Lenovos M93p immer attraktiver werden.

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