Nachhaltigkeit verkauft sich gut – mit grünen Produkten zum Erfolg

Think-Progress-Team

05/03/2015

Früher war es riskant, sich als „grünes“ Unternehmen zu präsentieren. Doch wenn es Ihnen mit Ihrem Öko-Image ernst ist, besteht jetzt weit weniger Gefahr einer negativen Reaktion der Verbraucher. Es könnte Ihrem Unternehmen sogar Auftrieb geben.

Inzwischen wissen die meisten Leute, dass eine grüne Strategie nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Umsatz helfen kann. Ein Beispiel ist der Fast-Food-Riese McDonald’s. Das Unternehmen stellt gerade seine gesamte Beleuchtung auf energiesparende LED-Lampen um, auch im Flagship-Restaurant in Amsterdam. Mit diesem Schritt werden nicht nur fossile Brennstoffe geschont, sondern auch die Stromkosten der Restaurants um ca. 70 % im Jahr gesenkt. Das ist ein ganz realer geschäftlicher Vorteil.

Allerdings stehen viele Unternehmen vor dem Problem, wie sie diese und andere umweltfreundliche Verbesserungen „verkaufen“ sollen. In der Vergangenheit wurde vielen Unternehmen vorgeworfen, „Grünfärberei“ zu betreiben. Ein solcher Vorwurf kann ernste Konsequenzen haben, insbesondere wenn dadurch alle Aktivitäten des Unternehmens genau unter die Lupe genommen werden und sich unter Umständen als ganz und gar nicht grün erweisen. Als Starbucks zum Beispiel mit großem Medienrummel verkündete, den Energieverbrauch des Unternehmens global um 25 % senken zu wollen, gab es in den Cafés zur gleichen Zeit ständig laufende Wasserhähne (zum Abwaschen), durch die Starbucks pro Tag über 234 Millionen Liter Wasser verschwendete. Wenn der Verdacht aufkommt, dass eine grüne Initiative mehr mit unsauberen Werbetaktiken als mit echtem Umweltschutz zu tun hat, macht das die Sache natürlich noch viel schlimmer.

Andererseits beschloss Max Burgers, Schwedens beliebteste Hamburger-Kette, in allen 75 Restaurants die Kindermenüs nicht mehr in Schachteln anzubieten, um so den Müll zu reduzieren. Es gab keine Beschwerden und die Umsätze stiegen. Nachhaltigkeit wurde zum Verkaufsargument.

Immerhin gibt es deutliche Anzeichen, dass immer mehr Unternehmen das Thema für sich entdecken. Der Bericht State of Sustainability Initiatives (SSI) Review 2014 zeigt einen steilen Anstieg der „kontrollierten Produktion“ – einschließlich Fair Trade und verschiedener Bio-Marken – mit einem Wachstum von 41 % im Jahr 2012. Ein konkretes Beispiel: Kaffee aus kontrolliertem Anbau machte 2012 etwa 38 % der Weltproduktion aus, während 2008 nur 9 % des Kaffees aus kontrolliertem Anbau stammten. Auch der Marktanteil der nachhaltigen Palm- und Kakaoproduktion ist deutlich gestiegen.

Worauf warten Sie noch? Sie brauchen sich beim Thema Nachhaltigkeit nicht länger zurückzuhalten. Zunächst einmal tun Sie damit etwas für die Umwelt und bauen sich ein authentisches, ökofreundliches Image auf, mit dem Sie auf dem besten Weg in die Zukunft sind – mit gutem Ruf, engagierten Mitarbeitern und mehr Umsatz.

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