Leichterer Zugriff auf Big Data

Joe Svetlik

30/06/2017

Nutzen Sie Big Data optimal für Ihr Geschäft? Wenn Big Data nicht für die gesamte Belegschaft zugänglich ist, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen viele Chancen entgehen.

Auf der Welle surfen oder untergehen

Wir leben wahrhaftig im Zeitalter von Big Data. Laut einer Studie erstellen wir jeden Tag 2,5 Trillionen Datenbytes. Noch beeindruckender ist die Tatsache, dass 90 Prozent der weltweiten Datenmenge allein in den letzten zwei Jahren entstanden ist. Wie Sie sich vorstellen können, werden diese Zahlen nur noch weiter ansteigen – Art Landro, CEO beim Entwickler für unternehmensbezogene Web-Apps Sencha, prognostiziert, dass wir im Jahr 2017 ein größeres Datenvolumen erstellen werden als in den vorherigen 5.000 Jahren.

Es stellt sich die Frage nach dem Durchsuchen dieser Daten auf nützliche Informationen. Firmenchefs klagen häufig darüber, in der Datenflut unterzugehen. Glücklicherweise gibt es einen Rettungsring – es ist nur wichtig, sich vom Umfang der Aufgabe nicht überwältigen zu lassen und sich darüber im Klaren zu sein, wie vorzugehen ist.

Ein zweckgerichteter Ansatz

Viele Unternehmen erfassen Daten ohne ein bestimmtes Ziel. Diese Daten werden häufig isoliert in einem Silo gesammelt und mit einer Verwunderung betrachtet, als handele es sich um ein Tier im Zoo.

Ist in diesem Fall nicht zu erwarten, dass sich die gewünschten Ergebnisse nicht abzeichnen?

Eine erfolgreiche Big Data-Strategie erfordert von Beginn an eine klare Zielsetzung. Für den Fall, dass Sie nicht wissen, wo Sie anfangen sollen – dieses Phänomen ist als Analyse-Paralyse bekannt – empfiehlt das Softwareunternehmen Domo, dass Sie sich die folgenden zwei Fragen stellen: Welche wichtigen Fakten über das Unternehmen konnten bisher nicht ordnungsgemäß quantifiziert werden? Welche dieser Fakten sollten mithilfe der neuen Big Data-Ressourcen quantifiziert werden?

Sobald die Ziele definiert sind, wird deutlich, welche Daten relevant sind und welche ignoriert werden können. Wenn hier Klarheit besteht, können Sie die Daten für Ihr Unternehmen arbeiten lassen.

Aufgeschlossen bleiben…

Konzentrieren Sie sich beim Untersuchen der Daten stets auf Ihre Ziele, bleiben Sie jedoch aufgeschlossen. Auf diese Weise halten Sie die Möglichkeit offen, neue Erkenntnisse über Ihr Unternehmen zu erhalten. Wenn Sie sich darauf beschränken, nur die Ergebnisse zu betrachten, die Sie sich wünschen – oder die Sie erwarten – können Sie nicht das volle Potenzial der Daten ausschöpfen.

Wenn Sie auf eine Untergruppe von Daten stoßen, die von Interesse ist, sollten Sie diese für eine tiefergehende Analyse extrahieren. Dieses Verfahren wird als Sandkastenanalyse bezeichnet. Zudem sollten die Daten exportiert werden, damit sie auch in andere Plattformen integrierbar sind. Bedenken Sie stets, dass Daten, die isoliert betrachtet werden, keinen besonderen Nutzen haben. Sie werden nur auf brauchbare Erkenntnisse stoßen, wenn Sie Daten aus mehreren Quellen zusammenführen.

Die Ergebnisse der Analyse sollten in die Form umsetzbarer Lösungen gebracht werden – beispielsweise könnte aus einer neuen Gruppe von Kunden eine große Vertriebsgelegenheit hervorgehen.

Weitere Informationen zum Nutzen des vollen Potenzials von Big Data finden Sie in unserem Whitepaper (auf Englisch verfügbar).

…und Daten für alle Mitarbeiter zugänglich machen

Es ist wichtig, dass Sie Ihre Erkenntnisse mit dem gesamten Unternehmen teilen. Dieser Prozess wird als „Datendemokratisierung“ bezeichnet. Dabei wird das erlangte Wissen aus der Domäne einiger weniger Führungskräfte gehoben, sodass weitere Einsichten gewonnen werden können. Zudem umgehen Sie auf diese Weise eine „wir und sie“-Haltung in der Belegschaft und es werden keine Widersprüchlichkeiten aus den einzelnen Abteilungen aufgrund unterschiedlicher Datensätze entstehen. Debatten über den „besten“ Datensatz bleiben somit aus – all dies trägt zur Harmonie in Ihrem Unternehmen bei.

Wir befinden uns im digitalen Zeitalter. Deshalb sollten alle Entscheidungen auf Daten basieren. Je mehr Personen Zugriff auf die Daten haben, desto solider sind die Schlussfolgerungen und deren positive Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung.

Wie werden die Daten also am besten präsentiert?

Visuelle Eindrücke

Führungskräfte stehen auf Dashboards – dabei handelt es sich im Prinzip um eine Reihe von Infografiken. Die visuelle Darstellung von Daten ist deutlich wirkungsvoller und ermöglicht das Hervorheben entscheidender Aspekte. Zudem wird der Benutzer direkt angesprochen und er muss kein Datenwissenschaftler sein, um die Bedeutung der Daten zu erkennen.

Sie können das Dashboard auch für Einzelpersonen anpassen, um besondere Punkte zu betonen. Wahrscheinlich ist dieser Weg jedoch nicht für alle Mitarbeiter des Unternehmens praktikabel.

Dashboards sollten übersichtlich sein und nur die wichtigen Informationen hervorheben. Zudem sollte die Anzeige auf allen Geräten wie Smartphones, Tablets, PCs sowie im Webbrowser gewährleistet sein. Auf diese Weise können Sie die Belegschaft mobil ausrichten.

Optimal wäre die Möglichkeit der Benutzerinteraktion, sodass beispielsweise dargestellt werden kann, was sich ändert, wenn ein Datensatz ausgetauscht wird.

Den Überblick behalten

Den Überblick über Big Data zu behalten ist ein Vollzeitjob. In einigen Fällen, wie z. B. in sozialen Netzwerken, wird Big Data rund um die Uhr gestreamt. Für die Verarbeitung all dieser Informationen ist eine flexible und agile Business Intelligence (BI)-Plattform für die Cloud erforderlich (empfehlenswerte Angebote finden Sie in diesem Leitfaden). Eine derartige Plattform bietet Ihnen CPU- und Speicherressourcen ganz nach dem Bedarf, je nachdem welchen Typ von – und welche Menge an – Daten untersucht werden soll.

Wenn sich die Arbeitsauslastung verringert, werden Plattformressourcen in der Cloud automatisch ausgeglichen und anderen Arbeitslasten zugewiesen, sodass keine Kapazitätsplanung mehr erforderlich ist. Eine Cloud BI ist zudem schnell und einfach eingerichtet.

Des Weiteren können Sie das High-Performance-Computing (HPC) nutzen, um den ständigen Zulauf von Big Data zu verwalten.

Big Data bietet Unternehmen enorme Möglichkeiten. Jedoch ist hierzu der richtige Umgang erforderlich. Durch einen leichteren Zugriff für die gesamte Belegschaft sind Sie für künftige Schlechtwetterperioden gerüstet und können die sonnigen Tage optimal nutzen.

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