Die besten Interview-Tipps von IT-Arbeitgebern

Peter Crush

25/07/2016

Der Arbeitsmarkt im IT-Bereich ist hart umkämpft. Hier ein paar weise Worte von den Experten, die Sie bei Ihrem Vorstellungsgespräch berücksichtigen sollten.

„Zeigen Sie auf jeden Fall, wer Sie wirklich sind“, betont Maurice Duffy, ehemaliger HR-Leiter bei Nortel und Autor des kürzlich veröffentlichten Buchs „New Mindsets for New Times“. „Die meisten Arbeitgeber wollen Sie einstellen, nicht Ihren Lebenslauf. Natürlich ist es wichtig, dass Sie Ihre Fähigkeiten kennen. Personalchefs geben sich aber damit zufrieden, diesbezüglich Ihre Unterlagen zu lesen. Im Interview ermitteln sie wichtigere Dinge – wie gut Sie ins Team passen oder was Ihre IT-Kenntnisse dem Unternehmen als Ganzes bringen.”

Sundararajan Narayanan, Senior VP und globaler Leiter der Personalabteilung bei der IT-Firma Virtusa (9.000 Arbeitnehmer) rät dazu, unbedingt zu recherchieren, denn daran erkennt ein Arbeitgeber, ob Sie wirklich interessiert sind. Vermeiden Sie es aber, Ihren Gesprächspartner einfach mit Fakten zu bombardieren, um sich hervorzutun. Narayanan hält Ausschau nach Bewerbern, die sich mit der Organisation vertraut gemacht haben und erklären können, wo genau sie hineinpassen würden.

„Wir sind immer auf der Suche nach potenziellen Führungskräften und suchen Leute, die sich über die Leadership Pipeline oder Programme zur Talententwicklung unterhalten wollen“, erklärt er. „Außerdem finden wir heraus, ob Jobanwärter unsere „PIRL“-Werte kennen und verstehen – Streben nach Exzellenz, Integrität, Respekt und Führungskompetenz. Das zeigt dann, ob sie sich wirklich vorstellen können, bei uns zu arbeiten.“

Mehr als vier Fünftel der Arbeitgeber nutzen heutzutage eine Art Eignungstest mit verbaler & abstrakter Argumentierung und der Einschätzung von Stärken. Kandidaten sollten sich auch über diese Ergebnisse unterhalten können.

Das alte Klischee, das sich Ihr Gegenüber innerhalb der ersten 30 Sekunden ein Bild von Ihnen macht, gilt auch heute noch – ein professionelles Aussehen und Auftreten sind also das Mindeste. Bewerber sollten ihre Ankunft im Personalbüro sogar üben, um sicherzustellen, dass sie ruhig und gefasst wirken.

Genauso wichtig ist es, vorher Gesprächsszenarien über Themen durchzugehen, zu denen Sie mit Sicherheit befragt werden. Wenn Sie sich darauf konzentrieren, bleibt Ihr Befrager wahrscheinlich sogar bei seinem Gesprächsplan.

Um heutzutage wirklich aufzufallen, müssen Sie allerdings auch auf Ihren Gesprächspartner eingehen und ihn möglichst auf Ihre Seite ziehen. Das Forbes Magazine beschrieb dies kürzlich als „Interviewer dazu zu bringen, ihr Skript wegzulegen“ und „intelligente Fragen über deren arbeitsbezogene Probleme zu stellen“. Auch HR-Mitarbeiter brauchen eine Herausforderung. Es ist erlaubt, ihnen Fragen zu stellen. Wenn Ihr Interviewer Sie aus einer anderen Perspektive betrachtet, steigen Ihre Chancen, dass am Ende Sie allein als der perfekte Kandidat für die offene Stelle dastehen.

Sind diese Dinge wirklich so entscheidend für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch? Die Antwort ist definitiv: Ja. Einzeln betrachtet mögen das Details sein, doch zusammengenommen können sie den Unterschied zwischen einem mittelmäßigen und einem Fünf-Sterne-Kandidaten ausmachen.

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