Der Einfluss der Generation Z auf die Arbeitswelt

Lucy George

28/04/2017

Die Generation Z betritt die Arbeitswelt. Wir sehen uns ihre Hoffnungen und Erwartungen an und wie Arbeitgeber sich darauf einrichten können.

Die Generation Z wird erwachsen. Sie ist supervernetzt, besitzt politisches Bewusstsein und denkt unternehmerisch. Dies hat vielfältige Auswirkungen auf unsere Art zu leben und zu arbeiten. Die Generation Z wurde zwischen 1995 und 2010 geboren und bildet bis zum Jahr 2020 40 Prozent aller Konsumenten in den USA.

Die Medien haben der Personalanwerbung und ‑bindung ihrer Vorgänger – den Millennials – in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit gewidmet. Wie sieht das aber beim Eintritt der Generation Z in die Arbeitswelt aus? Mit dem Übergang der geburtenstarken Jahrgänge in den Ruhestand und das Vorrücken der Millennials in Führungspositionen, werden sich große Veränderungen der Arbeitsplatzdynamik ergeben. Wir sehen uns an, was die Generation Z von ihren Vorgängern unterscheidet und was diese Unterschiede für Arbeitgeber bedeuten.

Sie sind die wahren Digital Natives

Obwohl Millennials technisch sehr versiert sind, werden sie von der Generation Z noch übertroffen, die in den meisten Fällen von Geburt an mit dem Internet leben. Sie sind Experten beim Multitasking und können Informationen schnell verarbeiten, dank ihrer Erfahrung mit mehrdimensionalem Lernen, mehrdimensionaler Unterhaltung und Kommunikation. Diese Fähigkeit, Inhalte schnell zu überfliegen und zu filtern, geht jedoch Hand in Hand mit einer niedrigeren Aufmerksamkeitsspanne: acht Sekunden, ein Rückgang von 12 Sekunden im Jahr 2000.

Um die Aufmerksamkeit dieser Altersgruppe zu erlangen und zu halten, müssen Unternehmen einen Multiplattformansatz verfolgen, der die differenzierte Nutzung der sozialen Kanäle miteinbezieht. Prägnante Inhalte mit vielen Bildern haben wahrscheinlich eine hohe Überzeugungskraft, ebenso wie eine Arbeitsplatztechnologie, die den Mitarbeitern Autonomie ermöglicht und ihre Expertise anerkennt.

Auch die Abhängigkeit der Generation Z von digitalen Geräten muss in Betracht gezogen werden – Arbeitgeber können diese zu ihrem Vorteil nutzen, indem sie einen sinnvollen Einsatz von lifestyle-orientierter Technologie am Arbeitsplatz schaffen.

Sie denken unternehmerisch

Die Generation Z wuchs in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit auf und sind sich der finanziellen Belastung eines Universitätsstudiums bewusst. Sie neigen stärker dazu, eine Anstellung oder ihr eigenes Unternehmen statt eines Universitätsstudiums anzustreben.

Eine Studie von Millennial Branding und Internships.com fand heraus, dass 72 Prozent aller Hochschulstudenten in den USA ihr eigenes Unternehmen gründen wollen. Laut Universum verfolgen mehr als die Hälfte aller Generation Zler auf der ganzen Welt dieselben Ambitionen. Es gibt auch Anzeichen, dass diese Altersgruppe politischer und sozial engagierter ist und sich Berufe wünscht, in denen sie positive und reale Ergebnisse erzielen können.

Daraus folgt, dass die Generation Z schwieriger anzuwerben und zu halten sein wird. Eine Umfrage aus dem Jahr 2015 von Adecco Staffing USA unterstreicht dies. Sie fanden heraus, dass 83 Prozent der Studenten drei Jahre als maximale Dauer für ihren ersten Job angeben. Ein Viertel (27 Prozent) schätzten, dass sie im ersten Job ein Jahr oder weniger bleiben würden.

Um die Anreize einer traditionellen Anstellung zu erhalten, müssen Unternehmen Arbeitsplätze für Berufsanfänger schaffen, bei denen sie ihren unternehmerischen Geist entwickeln und an zweckgebundenen Projekten arbeiten können. Ein solides Schulungsprogramm ist unumgänglich. Es ist auch eine gute Idee, etablierte Arbeitsplatzhierarchien zu überdenken.

Die Arbeitsprioritäten sind facettenreich

Generation Zler haben anspruchsvolle Karriereerwartungen und werden wahrscheinlich potenzielle Arbeitgeber gründlich recherchieren. Ihre Prioritäten werden viel diskutiert, und die Umfragen enthüllen eine Reihe unterschiedlicher Motivationen. Die internationale Umfrage von Universum ergab, dass 40 Prozent Work-Life-Balance und einen sicheren Arbeitsplatz als oberste Prioritäten nannten. Eine globale Umfrage von Monster identifizierte Krankenversicherung, Bezahlung und respektable Vorgesetzte als wesentliche Elemente. Ihre globale, aufgeschlossene Gesinnung bedeutet, dass viele einen facettenreichen, weltoffenen Arbeitsplatz bevorzugen.

Letztlich sind Generation Zler anspruchsvoll, wenn es um Marken und deren Marketingmethoden geht. Es ist also wichtig, bei der Anwerbung neuer Mitarbeiter phantasievoll und transparent zu sein.

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