Der CDO und weshalb Ihr Unternehmen einen braucht

Joe Svetlik

27/11/2017

Viele Unternehmen haben gar keinen Digitalbeauftragten (CDO), obwohl er so wichtig ist. Wir erklären, warum Sie ihn brauchen, um erfolgreich zu sein.

Was ist ein CDO?

Der unaufhaltsame Aufstieg des digitalen Geschäfts bringt jedem Unternehmen viele Chancen aber auch genauso viele Probleme. Aufgabe des Digitalbeauftragten, auch CDO genannt, ist es, für das Unternehmen stets das Beste aus diesen Chancen herauszuholen und die Probleme zu lösen. Seine Stelle ist von höchster Wichtigkeit, ganz egal um welche Art Unternehmen es sich handelt. In einigen Sektoren ist der digitale Umsatzstrom der größte überhaupt. In einem traditionellen Unternehmen kann der CDO den Übergang zum digitalen Geschäft überwachen und sicherstellen, dass die Produkte bei gleichzeitiger Ausrichtung an den wichtigsten Markenwerten im Mittelpunkt stehen. Während CIOs (IT-Leiter) in der Regel Erfahrung mit Technologie und Daten haben, und sich CMOs (Marketingleiter) mit Kommunikation auskennen, stammen CDOs normalerweise aus der digitalen Generation, d. h. sie sind mit digitalen Geräten aufgewachsen. Sie sind also perfekt geeignet, um das Geschäft durch eine Art digitale Brille zu betrachten.

Was macht ein CDO?

Der CDO untersteht meist lediglich dem CEO (Geschäftsführer) und hat damit eine wichtige leitende Funktion inne. In vielen Fällen befindet sich der CDO in einer idealen Position, um Nachfolger des CEOs zu werden, weil er mit der Zeit operative Erfahrung sowie Expertise in Management, Strategie und Vision erlangt hat. Alles Digitale wurde in der Vergangenheit als ein Teil des Geschäfts oder gar als separater Teilbereich des Unternehmens betrachtet – heutzutage sind digitale Daten aus fast keinem Geschäftsbereich mehr wegzudenken. Die Beschäftigung eines guten CDOs ist entscheidend, um digitales Wachstum zu erzielen und aufrechtzuerhalten.

Der CDO legt die Strategie fest und passt alle Prozesse an die sich stetig verändernde digitale Landschaft an. Darüber hinaus baut er Beziehungen innerhalb und außerhalb des Unternehmens auf, rekrutiert Talente, leitet Teams und versteht es, potenzielle Spannungen zwischen den verschiedenen Geschäftsbereichen diplomatisch zu lösen.

CDO versus CIO

Das Analyseunternehmen IDC schätzt, dass bis 2020 60 Prozent der CIOs in globalen Unternehmen durch CDOs ersetzt sein werden, um IT-taugliche Produkte und digitale Dienste bereitzustellen. Der CIO ist von jeher für Technologiepolitik, Beschaffung, Budgetbildung und andere Aufgaben zuständig, sodass es zwischen beiden Rollen einige Überschneidungspunkte gibt. Die meisten CIOs haben jedoch keine Zeit, sich in Sachen Cloud-Technologie, Mobilität und auf anderen digitalen Gebieten weiterzubilden. Hier kommt der CDO ins Spiel. CIOs haben zwei Möglichkeiten: sich weiterzubilden und die Rolle des CDO aktiv zu übernehmen, oder das Risiko einzugehen, überflüssig zu werden.

Die Rolle des CDOs ist entscheidend und weder kleine noch große Unternehmen sollten sie unbesetzt lassen.

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